Pressetexte zu den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt

Ostsee-Zeitung
25. Juli 2002

Poet der Langsamkeit Sten Nadolny wird 60

Schon mit seinem zweiten Roman hatte der Schriftsteller Sten Nadolny den Erfolg, auf den so mancher Autor ein Leben lang vergeblich wartet.

„Die Entdeckung der Langsamkeit“ machte den im brandenburgischen Zehdenick an der Havel geborenen, in Berlin lebenden und in Oberbayern aufgewachsenen Sohn der Schriftsteller Isabella und Burkhard Nadolny quasi über Nacht berühmt. Von dem 1983 erschienenen Werk mit dem programmatischen Titel wurden allein in Deutschland nach Angaben des Münchner Piper Verlages 1,4 Millionen Exemplare verkauft, die Übersetzungsrechte wurden in 17 Länder verkauft. Am Montag feiert der vielgelesene Autor seinen 60.

Genau genommen war der Roman, der die Geschichte des englischen Seefahrers und Nordpolforschers John Franklin (1786-1847) zum Hintergrund hat, Nadolnys erstes Werk. Drei Jahre vor Erscheinen des Buches, das exemplarische Bedeutung dadurch gewann, dass es die Begriffe von Sieg und Niederlage relativiert, erhielt er für dessen fünftes Kapitel beim Wettbewerb in Klagenfurt den renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis.

Weitere Auszeichnungen wie der höchste italienische Literaturpreis für ein ausländisches Werk waren Anerkennung für einen Roman, der Leser und Kritiker gleichermaßen begeisterte. Doch Nadolnys früher gerühmte Erzählkunst blitzte in seinen jüngsten Werken nach Meinung der Kritik nur noch vereinzelt auf.

 


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