Das künstlerische Gesamtkonzept

In diesem Jahr präsentiert sich das Bühnenbild mit einer völlig neuen Ausrichtung. Nicht nur die Anordnung im ORF-Theater wurde verändert, sondern auch die Anordnung von Lesendem und Jury ist viel offener und flexibler geworden.

Autoren stehen im Mittelpunkt

Auch für den neuen Moderator Dieter Moor entsteht so eine ganz neue Möglichkeit des Agieren, des Gestaltens seiner Funktion. Es versteht sich von selbst, dass die Autorinnen und Autoren dabei immer im Mittelpunkt stehen.

Bühnenbild 2008 (Bild ORF/Johannes Puch)

Aus dem gewohnten Rundhorizont ist eine Anordnung von einzelnen Segmenten geworden, die durch Metallelemente verbunden werden. Ein großer Bildschirm in der Dekoration eröffnet zusätzlich neue Gestaltungsmöglichkeiten.

H. P. Maya mit dem Modell der Bühne 2008 (Bild ORF/Johannes Puch)


Assoziationen zum Wasser erwecken

Optisch erinnert das Bühnenbild nicht zufällig an das Wasser. Seit kurzem nennt sich die Kärntner Landeshauptstadt ja auch Klagenfurt am Wörthersee. Der Schritt zum Wörthersee ist nicht weit... Und das Wort steht auch bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur im Mittelpunkt.

Bühnenbild 2008 (Bild ORF/Johannes Puch)

"Bühnenbild bleibt im Hintergrund"

H.P. Maya, der das Bühnenbild im Klagenfurter ORF-Theater bereits zum 22. Mal gestaltet, ist es ein Anliegen, mehr als nur eine Dekoration zu schaffen. Seine Bühnenbilder wollen sich nie in den Vordergrund drängen. Dem Kärntner Künstler ist es wichtig, den Lesenden einen sensibel gestalteten Raum zu schaffen.

H. P. Maya (Bild ORF/Johannes Puch)
Heinz Peter Maya, geb. 1944 in Villach


Maya besuchte die Bundesgewerbeschule für angewandte Kunst in Graz und die Meisterklasse für Malerei bei Prof. Szyszkowitz. Studienaufenthalte in Rom und München. Reisen durch Europa, Afrika (Sahara) und USA.

Einzelausstellungen in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Italien, sowie Teilnahme an internationalen Ausstellungen und Kunstmärkten.

Seine künstlerische Vielseitigkeit zeigt sich in seiner Malerei, Grafik, seinen Mikroexperimenten und Arbeiten mit Pflanzen und Baumobjekten sowie Kunst am Bau und seinen Bühnenbildern für Theater und Fernsehen.

Bühnenbild 2008 (Bild ORF/Johannes Puch)


Koordination und Gestaltung vieler Kunstprojekte und Ausstellungen, Biennale INTART, Projekt Alpen, Kunstverein für Kärnten. Fotodokumentation und Animation bei Filmen.

Arbeiten befinden sich im Besitz zahlreicher Kunstsammlungen, Museen (Albertina, Wolfgang Gurlitt Museum, Kärntner Landesgalerie, Museum Bochum, etc.) und privaten Sammlungen.

"Heinz Peter Maya organisiert Projekte, stemmt sich gegen geruhsame Kärntner Selbstbespiegelung, sucht Kunst als ästhetischen Entwurf und Gegenentwurf der Gesellschaft zur Diskussion zu stellen und organisiert Freiräume dafür." (Fred Dickermann)

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